Wofür wird Aceton in Arzneimitteln verwendet?

uses of acetone for drugs

Aceton wird als Hilfsstoff in Arzneimitteln verwendet. Es spielt eine Rolle bei der Herstellung von Pillen/Tabletten und flüssigen Medikamenten und trägt zum Ausgleich von Füll- und Wirkstoffen bei.

Die zentralen Thesen

  • Aceton ist ein organisches Lösungsmittel, das bei der Herstellung von Pillen und flüssigen Medikamenten verwendet wird.
  • Es trägt zum Ausgleich von Füllstoffen und Wirkstoffen in Arzneimitteln bei.
  • Aceton wird auch in Kosmetika und industriellen Anwendungen eingesetzt.
  • Trotz seiner Vorteile birgt die Verwendung von Aceton potenzielle Risiken und erfordert Sicherheitsmaßnahmen.

1. Aceton verstehen

Aceton, auch Propanon genannt, ist die einfachste Form von Keton. Es ist eine farblose Flüssigkeit mit einem deutlich süßlichen Geruch. Es ist sehr flüchtig und mit Wasser mischbar, was es zu einem hervorragenden Lösungsmittel für viele Substanzen macht.

Aceton kommt natürlicherweise in Pflanzen, Bäumen, vulkanischen Gasen und als Produkt des tierischen Stoffwechsels vor. Industriell wird es im Cumol-Verfahren aus Propylen und Benzol hergestellt.

2. Aceton in Arzneimitteln

2.1. Rolle von Aceton bei der Herstellung von Pillen/Tabletten

In der pharmazeutischen Industrie wird Aceton als Hilfsstoff verwendet, eine inaktive Substanz, die als Träger für die Wirkstoffe eines Medikaments dient. Bei der Pillenherstellung wird es verwendet, um die Pulvermischung zu desagglomerieren und so die Wirksamkeit des Wirkstoffs zu erhöhen.

Tablet-Produktionsprozess:

  1. Wiegen: Präzise Messung aller Zutaten.
  2. Mischen: Einmischen von Arzneimitteln und Hilfsstoffen.
  3. Granulierung: Benetzen der Pulvermischung mit einer geeigneten Flüssigkeit (z. B. Aceton).
  4. Trocknen: Entfernung überschüssiger Feuchtigkeit.
  5. Kompression: Bildung von Tabletten unter hohem Druck.

2.2. Verwendung von Aceton in flüssigen Medikamenten

Die Mischbarkeit von Aceton mit Wasser macht es in flüssigen Medikamenten nützlich. Es kann dabei helfen, bestimmte Arten von Arzneimitteln aufzulösen, die in Wasser allein nicht löslich sind.

Herstellungsprozess flüssiger Medikamente:

  1. Arzneimittelauflösung: Das Arzneimittel wird in einem geeigneten Lösungsmittel (z. B. Aceton) gelöst.
  2. Zusatz von Hilfsstoffen: Hilfsstoffe werden hinzugefügt, um den Geschmack, die Stabilität oder die Absorption zu verbessern.
  3. Filtration: Die Lösung wird filtriert, um alle ungelösten Partikel zu entfernen.
  4. Abfüllung: Die Lösung wird in geeignete Behälter abgefüllt.

2.3. Ausgleichende Füllstoffe und Wirkstoffe

Sowohl in festen als auch in flüssigen Arzneimittelformulierungen kann Aceton dazu beitragen, das Gleichgewicht zwischen Füllstoffen und Wirkstoffen auszugleichen. Es stellt sicher, dass der Wirkstoff gleichmäßig im Produkt verteilt ist und jede Dosis die richtige Medikamentenmenge enthält.

3. Liste der Medikamente, die Aceton verwenden

  • Allegra-D
  • Azulfidin
  • Dexmethylphenidathydrochlorid
  • Lansoprazol
  • Methylphenidathydrochlorid
  • Omeprazol
  • Sulfasalazin

4. Andere Verwendungen von Aceton

Über die Pharmazeutika hinaus findet Aceton aufgrund seiner Eigenschaften als gutes Lösungsmittel zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten.

  • Verwendung in Kosmetika: Eine der bekanntesten Verwendungen von Aceton außerhalb von Pharmazeutika sind Nagellackentferner. Es löst effektiv Polymere und ist daher ideal für diese Verwendung.
  • Industrielle Verwendung: Aceton wird auch industriell als Lösungsmittel für Kunststoffe und synthetische Fasern verwendet. Es wird bei der Herstellung anderer Chemikalien verwendet und dient in einigen Lebensmitteln sogar als direktes Lösungsmittel.

Verweise